Mehr Selbstsicherheit, Geduld, Lebensfreude, Erfolg…Das wünschen sich viele. Mit dieser Übung entwickeln und stärken Sie Eigenschaften nach Wunsch.
Dies geht einfacher, als Sie denken. Mit der Eigenschaftsmeditation, einer Übung aus dem Raja-Yoga können Sie Ihre gesamte Persönlichkeit positiv beeinflussen.
Bevor Sie gleich loslegen, hier noch etwas Hintergrundwissen:
Stellen Sie sich doch mal unsere Persönlichkeit als Eisberg vor. Was wir sehen ist die Spitze, das sind Gedanken, Emotionen und daraus resultierende Handlungen. Im Trüben, unter der Oberfläche liegt aber der Löwenteil. Das ist unser Unterbewusstsein mit Erfahrungen, Erinnerungen, Überzeugungen und einigem mehr. Mehr als 90% unserer Persönlichkeit werden von diesem Teil beeinflusst. Wenn wir unsere Persönlichkeit entwickeln wollen macht es also Sinn, direkt unsere Überzeugungen und Einstellungen zu bearbeiten. Das geht folgendermaßen:
Überlegen Sie sich zunächst, was Sie in Ihrem Leben ändern wollen. Formulieren Sie Ihr Ziel in einem knappen und positiven Satz. Das Unterbewusstsein versteht nämlich keine Verneinungen. Wichtig, formulieren Sie so, als wenn Sie Ihr Ziel bereits erreicht hätten. Als Beispiel nehmen wir doch mal „mehr Lebensfreude“. Wir formulieren also: ”Ich bin lebensfroh!” Ist doch einfach, oder?
Ach ja, planen Sie mind. 5 Minuten Zeit ein. Üben Sie im Sitzen und nehmen Sie eine bequeme und aufrechte Haltung ein. Wenn Sie wach bleiben, dann können Sie auch im Liegen oder während der Tiefenentspannung üben. Dehnen Sie die einzelnen Stufen so weit aus, wie es sich für Sie stimmig anfühlt. Und dann kann es losgehen:
Entspannen: Schließen Sie die Augen und atmen Sie durch die Nase. Einatmen Bauchdecke bewegt sich nach außen, ausatmen Bauchdecke nach innen. Beobachten Sie 5-20 Atemzüge ihre Bauchdecke und seien Sie sich einfach nur des Ein- und Ausatmens bewusst. Das wird Sie automatisch entspannen.
Einstimmen: Dann sagen Sie sich 3-mal gedanklich: „Ich bin voller Lebensfreude.“ Wiederholen Sie Ihre Affirmation voller Vertrauen und Überzeugung, so als wenn Sie ihr Ziel bereits erreicht hätten.
Symbolisieren: Stellen Sie sich jemanden vor, der für Sie diese Eigenschaft repräsentiert. Dies kann eine fiktive oder reelle Person sein, aber auch ein Tier, Gegenstand oder Symbol. Malen Sie sich die Person / das Symbol in allen Einzelheiten aus, stellen Sie sich z.B. vor, wie die Person handelt, spricht, gestikuliert etc. Kennen Sie Roberto Begnini? Den Oskar-Preisträger aus „Das Leben ist schön“…dann wissen Sie was ich meine.
Reflektion: Was bedeutet die Eigenschaft für Sie? Wo liegen die Möglichkeiten, wo sind die Grenzen. Halten Sie sich selbst einen kleinen Vortrag zu Ihrem Thema.
Visualisieren: Sehen Sie sich selbst in Situationen, in denen Sie die Eigenschaft entwickelt haben und ausleben. Woran werden Sie merken, dass Sie mehr Lebensfreude haben. Was wird Ihnen nach der Übung als erstes auffallen, was wird anders sein. Lassen Sie sich ruhig etwas Zeit für diesen Schritt.
Zum Schluss wiederholen Sie Ihre Affirmation noch 3-mal voller Überzeugung und Vertrauen.
Machen Sie zum Schluß noch ein paar tiefe und vollständige Atemzüge, räkeln und strecken Sie sich und freuen Sie sich auf die Effekte dieser Übung.
Wichtig! Üben Sie mindestens eine Woche täglich 5 Minuten oder länger. Optimal sind 4 Wochen. Wiederholen Sie außerdem bei Aufwachen und Einschlafen noch 3 – 10-mal Ihre Affirmation. Sie werden stauen, was Sie mit dieser Übung alles bewirken können und das mit nur 5 Minuten täglich.
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Wollen Sie noch etwas mehr über die Eigenschaftsmeditation erfahren? Tips, Beispiele und einen Erfahrungsbericht? Bitte schön…
Unser gesamtes Verhalten, unsere Sicht der Welt, das Bild das wir von uns und unseren Mitmenschen haben basiert auf den Vorstellungen und Überzeugungen aus unserem Unterbewusstsein. Das heißt wir konstruieren unsere Welt. Hier ein einfacher Beweis. Das kennen Sie wahrscheinlich auch. Sie kaufen sich einen neuen Wagen und plötzlich haben Sie den Eindruck, die Hälfte Ihrer Mitmenschen fahren das gleiche Modell.
Aber es geht noch weiter. Stellen Sie sich jemand vor, der davon überzeugt ist, erfolglos zu sein, immer Pech zu haben und auf sein Leben kein Einfluss zu haben. Das Gleich wie mit dem Auto. Er wird überall Bestätigungen für seine Wahrnehmung sehen. Er wird Herausforderungen meiden oder nur halbherzig angehen. Das Ergebnis Erfolglosigkeit. Überzeugung bestätigt. Alles bleibt beim Alten, ein ewiger Kreislauf. Das dieser Mensch permanent direkten Einfluss auf sein Leben ausübt und sein Unglück selbst erschafft ist ihm gar nicht bewusst. Also noch mal zusammengefasst:
Wir nehmen uns und unsere Umwelt wahr, interpretieren Sie und anschließend reagieren wir mit Verhaltensweisen.
Und jetzt meine Frage? Wollen Sie an Überzeugungen festhalten, die sie behindern? Die Ursachen sind eher unwichtig. Ob Kindheit, frühere Leben oder sonstiges. Sie liegen in der Vergangenheit. Wichtig ist, wenn Überzeugungen überflüssig geworden sind keinen Nutzen mehr erfüllen werfen Sie sie einfach über Bord. Ersetzen Sie sie durch ihr Gegenteil oder definieren Sie die Eigenschaft neu. Fragen Sie sich einfach, was will ich stattdessen?
Neulich erklärte mir der Teilnehmer eines Coachings er sei „immer so verkrampft“ und das würde ihn in vielen Situationen behindern. Zunächst sagte ich ihm, das Verkrampfung eine Art des „Gespanntseins“ oder anders ausgedrückt Aktionsbereitschaft ist. Ich fragte ihn, ob er den generell jemand sei, der begeisterungsfähig und gerne aktiv ist. Und er bejaht dies und fand diese Eigenschaft plötzlich sehr sympathisch. Gut! Aber er wollte ja immer noch lockerer werden. Also fragte ich Ihn nach konkreten Situationen: Woran würde er merken, dass er lockerer ist, wie würde es sich ausdrücken, was wäre anders? Nach einigen Überlegungen stellte sich heraus, dass er das Leben und besonders die positiven Dingen, die es bereit hält besser annehmen würde. Er hätte vor allem das Gefühl, es auch verdient zu haben.
Als Hausaufgabe bekam er zunächst die Aufgabe mal auf Ausnahmen und Situationen zu achten, in denen dieses Gefühl bereits auftaucht. Allein dies veränderte schon sein Selbstbild und er bemühte sich diese Situationen öfter zu erleben. Mit der Eigenschaftsmeditation konnte er die Veränderung noch tiefer in seiner Persönlichkeit verankern. Als Affirmation wählte er „Ich akzeptiere mich und das Leben.“ Klingt Ihnen jetzt zu esoterisch? Ihr Problem. Probieren Sie es trotzdem. Es funktioniert sensationell.
Und jetzt sind Sie dran. Was stört Sie bzw. was möchten Sie in sich stärken? Machen Sie die Übung einen Monat täglich 5 (-20) Minuten. Schon nach der ersten Woche werden Sie Veränderungen bemerken. Viel Erfolg und Spaß dabei.
Und wenn Sie Ihre Erfahrungen mitteilen möchten…einfach unten kommentieren. Vielen Dank!



